Teein

Was ist der Unterschied zwischen Teein und Koffein?

Tee und Koffein

Tee ist weit mehr als ein einfaches Heißgetränk – er ist ein Kulturgut von weltweiter Bedeutung, ein Genussmittel mit unzähligen Facetten und eine Quelle der Entspannung und des Wohlbefindens. Die Geschichte des Tees reicht Jahrtausende zurück und hat sich über Kontinente hinweg entwickelt, wobei jede Region ihre eigenen Traditionen, Zubereitungsarten und Geschmackspräferenzen entwickelt hat.

Die Vielfalt der Teesorten erscheint geradezu unerschöpflich. Vom zarten, fast durchsichtigen Aufguss des Weißen Tees bis zum kräftigen, tiefbraunen Gebräu des Schwarzen Tees, von der leuchtenden Rubinfarbe des Hibiskustees bis zum samtigen Smaragdton des japanischen Matcha – Tee präsentiert sich in einem faszinierenden Kaleidoskop von Farben und Aromen, die für jeden Geschmack und jede Gelegenheit das passende Getränk bieten.

Diese Vielfalt ist nicht nur ein sinnliches Erlebnis, sondern spiegelt auch die kulturelle Tiefe und die jahrhundertealte Verbindung zwischen Mensch und Natur wider. Die Teepflanze Camellia sinensis und die unzähligen Kräuter und Früchte, die für Teeaufgüsse verwendet werden, haben Menschen auf der ganzen Welt nicht nur mit Geschmack und Aroma beschenkt, sondern auch mit medizinischen Eigenschaften, die in vielen Kulturen hoch geschätzt werden.

Im Folgenden werden wir die verschiedenen Teesorten und ihre historischen sowie regionalen Kontexte genauer betrachten, um ein tieferes Verständnis für die komplexe und reiche Welt des Tees zu entwickeln.

 

Teein und Koffein bezeichnen tatsächlich dieselbe chemische Verbindung, die in verschiedenen Pflanzen vorkommt. Koffein ist der allgemein anerkannte wissenschaftliche Begriff für diese psychoaktive Substanz, die in Kaffeebohnen, Teeblättern, Kakao und anderen Pflanzen enthalten ist. Der Begriff „Teein“ wurde historisch verwendet, um das im Tee enthaltene Koffein zu beschreiben.
Aus chemischer Sicht handelt es sich um ein identisches Molekül. Dennoch behaupten manche, dass Teein und Koffein aufgrund unterschiedlicher Bindungen in den jeweiligen Pflanzen oder wegen der begleitenden Wirkstoffe verschiedene Auswirkungen auf den Körper haben könnten. Wissenschaftliche Studien können jedoch keine eindeutigen Belege dafür liefern, dass es sich um unterschiedliche Substanzen handelt oder dass sie grundlegend verschiedene Wirkungen entfalten.
Generell wird Koffein als Stimulans betrachtet, das das zentrale Nervensystem anregt, die Wachheit erhöht und Müdigkeit vorübergehend reduziert. Die Wirkungsweise ist, ob im Tee oder Kaffee, grundsätzlich ähnlich.
Was beeinflusst den Teeingehalt?
Der Teeingehalt in Teeblättern wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
Teeblattsorte: Verschiedene Teesorten enthalten unterschiedliche Mengen an Teein/Koffein. Schwarztee weist beispielsweise in der Regel einen höheren Koffeingehalt auf als grüner oder weißer Tee.
Anbaubedingungen: Die Bedingungen, unter denen der Tee kultiviert wird, können den Teeingehalt maßgeblich beeinflussen. Faktoren wie Bodentyp, Höhenlage, Klima, Sonneneinstrahlung und Bewässerung spielen eine wichtige Rolle.
Erntezeitpunkt: Der Zeitpunkt der Teeernte ist ebenfalls entscheidend. Junge, zarte Teeblätter, die früher geerntet werden, enthalten tendenziell mehr Teein/Koffein als ältere Blätter.
Verarbeitungsmethoden: Die Art der Teeblattverarbeitung (beispielsweise Fermentation für Schwarztee oder keine Fermentation für grünen Tee) kann den Teeingehalt erheblich beeinflussen.
Aufbrühzeit und Temperatur: Die Menge an Teein im fertigen Getränk hängt auch von der Zubereitungsmethode ab. Längere Ziehzeiten oder höhere Wassertemperaturen führen dazu, dass mehr Teein aus den Blättern extrahiert wird.
Welchen Einfluss hat das Anbaugebiet auf den Teeingehalt?
Das Anbaugebiet beeinflusst den Teeingehalt in den Teeblättern erheblich. Unterschiedliche klimatische Bedingungen, Bodentypen und Höhenlagen wirken sich direkt auf den Koffeingehalt aus:
1. Höhenlage: Tee aus höheren Lagen neigt zu einem höheren Teein/Koffeingehalt. Der Stress, dem die Pflanzen in größeren Höhen durch niedrigere Temperaturen, stärkere Winde und intensivere Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, führt zu einer erhöhten Koffeinproduktion als natürlicher Schutzmechanismus.
2. Klima: Verschiedene Klimazonen beeinflussen den Teeanbau unterschiedlich. Extreme Temperaturen oder hohe Luftfeuchtigkeit können die chemische Zusammensetzung der Pflanzen und damit den Teeingehalt verändern.
3. Bodentyp: Der Boden, in dem die Teepflanzen wachsen, hat direkten Einfluss auf den Teeingehalt. Ein nährstoffreicher Boden mit bestimmten Mineralien kann zu einem höheren Teeingehalt beitragen.
4. Sonnenlicht: Die Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung, der die Teepflanzen ausgesetzt sind, kann den Teeingehalt beeinflussen. Längere und intensivere Sonneneinstrahlung fördert die Koffeinproduktion in der Pflanze.
In welchen Ländern ist der Teeingehalt tendenziell höher und in welchen niedriger?
Der Teeingehalt variiert je nach Teesorte, Anbaugebiet und Verarbeitungsmethoden. Folgende allgemeine Tendenzen lassen sich feststellen:
1. Höherer Teeingehalt:
o Höhenlagen: Tee aus höheren Anbaugebieten, wie in Teilen Chinas, Taiwan oder Darjeeling in Indien, weist häufig einen höheren Teeingehalt auf.
o Bestimmte Teesorten: Manche Teesorten wie Assam-Tee (aus Indien) oder einige Schwarzteesorten aus Kenia und Sri Lanka haben tendenziell höhere Koffeinkonzentrationen.
o Klima und Anbaubedingungen: Klimatische Bedingungen, bei denen die Teepflanzen Stressfaktoren ausgesetzt sind, wie intensive Sonneneinstrahlung, können zu einer erhöhten Koffeinproduktion führen.
2. Niedrigerer Teeingehalt:
o Niedrigere Lagen: Teeanbaugebiete in tieferen Lagen weisen generell einen geringeren Teeingehalt auf.
o Bestimmte Teesorten: Einige grüne Teesorten oder weißer Tee haben oft niedrigere Koffeingehalte im Vergleich zu Schwarzteesorten.
o Verarbeitungsmethoden: Die Verarbeitungsmethode beeinflusst den Teeingehalt maßgeblich. Fermentierte Teesorten können einen höheren Gehalt aufweisen als unfermentierte Sorten.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Tendenzen nicht allgemeingültig sind. Der Teeanbau wird von zahlreichen variablen Faktoren beeinflusst, und die genaue Koffeinkonzentration kann selbst innerhalb eines Landes von Plantage zu Plantage stark variieren.
Ordnung des durchschnittlichen Teeingehalts nach Herkunftsländern
Der Teeingehalt variiert je nach Sorte, Anbau- und Verarbeitungsbedingungen. Folgende Rangordnung lässt sich tendenziell feststellen:
1. Niedriger Teeingehalt:
o China: Viele grüne Teesorten aus China weisen einen vergleichsweise niedrigen Koffeingehalt auf.
o Japan: Grüne Tees aus Japan, wie Sencha oder Gyokuro, haben im Vergleich zu anderen Teesorten häufig einen niedrigeren Teeingehalt.
o Taiwan: Oolong-Tees aus Taiwan besitzen typischerweise einen moderaten bis niedrigen Koffeingehalt im Vergleich zu den meisten Schwarzteesorten.
2. Mittlerer Teeingehalt:
o Indien (Darjeeling): Viele Teesorten aus Darjeeling weisen einen mittleren Teeingehalt auf.
o Sri Lanka (früher Ceylon): Schwarzteesorten aus Sri Lanka haben häufig einen mittleren Koffeingehalt.
o Kenia: Kenianischer Schwarztee tendiert zu einem mittleren bis höheren Teeingehalt.
3. Höherer Teeingehalt:
o Indien (Assam): Assam-Tees haben im Vergleich zu vielen anderen Teesorten einen höheren Koffeingehalt.
o Afrikanische Länder wie Ruanda und Malawi: Diese produzieren oft Schwarzteesorten mit höherem Teeingehalt.
Diese Rangordnung stellt eine allgemeine Tendenz dar und kann je nach spezifischer Teesorte, Anbaubedingungen und weiteren Faktoren erheblich variieren.
Wie kann man Tee mit möglichst niedrigem Teeingehalt aufbrühen, ohne auf Aroma zu verzichten?
Um Tee mit möglichst niedrigem Teeingehalt zu brühen und dennoch ein volles Aroma zu erhalten, sollten folgende Aspekte beachtet werden:
1. Niedrigere Wassertemperaturen verwenden: Koffein/Teein löst sich bei höheren Temperaturen schneller. Verwenden Sie daher Wasser mit niedrigerer Temperatur zum Aufgießen. Für grünen oder weißen Tee empfiehlt sich eine Temperatur von etwa 70-80°C, für schwarzen Tee 85-95°C.
2. Aufbrühzeit reduzieren: Je länger der Tee zieht, desto mehr Teein wird freigesetzt. Verkürzen Sie die übliche Ziehzeit. Normalerweise empfiehlt man für grünen Tee 1-3 Minuten, weißen Tee 4-5 Minuten und schwarzen Tee 3-5 Minuten. Eine Verkürzung dieser Zeiten kann den Teeingehalt reduzieren.
3. Weniger Teeblätter verwenden: Die Menge der verwendeten Teeblätter beeinflusst den Teeingehalt direkt. Reduzieren Sie die Menge im Verhältnis zur Wassermenge, um den Teeingehalt zu verringern, ohne zu stark auf Aroma zu verzichten.
4. Mehrfachaufgüsse nutzen: Viele Teesorten eignen sich für mehrere Aufgüsse. Der erste Aufguss enthält in der Regel den höchsten Teeingehalt, während die folgenden Aufgüsse einen geringeren Gehalt aufweisen. Dies ermöglicht einen Genuss des Aromas bei insgesamt niedrigerer Teeinaufnahme.
5. Qualitativ hochwertige Teeblätter wählen: Hochwertige Teeblätter neigen dazu, ihr Aroma besser zu entfalten, auch bei reduziertem Teeingehalt. Es lohnt sich, in Qualität zu investieren, wenn Sie weniger Koffein aufnehmen möchten.
Bei diesen Maßnahmen sind gewisse Kompromisse beim Geschmack unvermeidbar. Da Geschmackspräferenzen individuell unterschiedlich sind, empfiehlt es sich, zu experimentieren, um die optimale Balance zwischen reduziertem Teeingehalt und gewünschtem Aroma zu finden.
Ist der Teeingehalt ein Qualitätsmerkmal von Tee?
Der Teeingehalt ist kein direktes Qualitätsmerkmal für Tee. Die Qualität wird vielmehr durch andere Faktoren bestimmt:
1. Aroma und Geschmack: Die Qualität eines Tees wird hauptsächlich durch sein Aroma, den Geschmack und dessen Komplexität definiert. Ein hochwertiger Tee zeichnet sich durch subtile, ausgewogene Aromen aus, die von der Teesorte, dem Anbaugebiet und der Verarbeitung abhängen.
2. Aussehen der Teeblätter: Qualitativ hochwertiger Tee weist in der Regel intakte, gleichmäßig verarbeitete Blätter auf.
3. Anbaugebiet und Erntezeit: Tees aus renommierten Anbaugebieten und zu optimalen Zeiten geerntet (z.B. First Flush oder Second Flush) genießen oft eine höhere Wertschätzung.
4. Verarbeitungsmethoden: Die sorgfältige Verarbeitung der Teeblätter kann die Qualität maßgeblich beeinflussen. Gut verarbeitete Teeblätter bieten feinere Aromen und eine ansprechende Tassenfarbe.
Der Teeingehalt kann für Menschen wichtig sein, die empfindlich auf Koffein reagieren oder ihre Koffeinaufnahme begrenzen möchten. Allerdings ist er kein Hauptkriterium für die Bewertung der Qualität oder des Geschmacks eines Tees. Letztendlich sind die persönlichen Vorlieben für Aroma, Geschmack und andere sensorische Eigenschaften entscheidend für die individuelle Qualitätsbewertung.
Welchen Einfluss hat die Art der Fermentierung auf den Teeingehalt?
Die Fermentierung bzw. Oxidation beeinflusst sowohl den Teeingehalt als auch andere chemische Verbindungen und die sensorischen Eigenschaften des Tees erheblich:
1. Grüner Tee: Grüner Tee wird nicht fermentiert oder oxidiert. Die Teeblätter werden nach der Ernte schnell erhitzt, um die Enzyme zu deaktivieren und die Oxidation zu stoppen. Dadurch behält grüner Tee seine natürliche grüne Farbe und weist einen vergleichsweise niedrigen Teeingehalt auf.
2. Oolong-Tee: Oolong-Tee durchläuft eine teilweise Fermentierung oder Oxidation. Die Teeblätter werden für eine bestimmte Zeit fermentiert, bevor die Oxidation durch Erhitzen gestoppt wird. Der Teeingehalt liegt typischerweise zwischen dem von grünem und schwarzem Tee.
3. Schwarzer Tee: Schwarzer Tee wird vollständig fermentiert bzw. oxidiert. Die längere Oxidation führt zu einer dunkleren Farbe und einem intensiveren Geschmack. Während des Fermentierungsprozesses kann der Teeingehalt im Vergleich zu grünem oder Oolong-Tee ansteigen.
Die Fermentierung beeinflusst nicht nur den Teeingehalt, sondern auch andere Inhaltsstoffe wie Polyphenole, Aminosäuren und ätherische Öle. Diese Verbindungen prägen maßgeblich den Geschmack, das Aroma und die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Tees.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Aroma und Teeingehalt?
Zwischen dem Teeingehalt und dem Aroma des Tees besteht kein direkter Zusammenhang. Das Aroma wird hauptsächlich durch andere Faktoren bestimmt, wie die Teesorte, das Anbaugebiet, die Erntezeit, die Verarbeitungsmethoden und die Lagerungsbedingungen.
Das Aroma entsteht durch eine komplexe Mischung flüchtiger Verbindungen, die während des Pflanzenwachstums entstehen und sich während der Verarbeitung weiterentwickeln. Diese flüchtigen Verbindungen erzeugen die wahrgenommenen Aromen, die von blumig und fruchtig bis hin zu grasig oder erdig reichen können.
Der Teeingehalt beeinflusst hingegen primär die stimulierende Wirkung des Tees, nicht jedoch sein Aroma. Teein (Koffein) ist ein Alkaloid mit anregender Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Sein Gehalt kann je nach Teesorte und Verarbeitung variieren, steht aber in keinem direkten Zusammenhang mit der Vielfalt oder Intensität der Aromen.
Für ein optimales Aroma sind Faktoren wie die Auswahl hochwertiger Teeblätter, sachgemäße Lagerung, korrekte Wassertemperatur und Ziehzeit sowie die richtige Zubereitungstechnik weitaus entscheidender. Ein hervorragender Tee mit komplexem Aroma kann sowohl einen niedrigen als auch einen höheren Teeingehalt aufweisen.
Welche Teesorten haben den höchsten Koffeingehalt?
1. Schwarztee: Diese Teesorte weist in der Regel den höchsten Koffeingehalt unter den klassischen Tees auf. Je nach Sorte und Zubereitungsart enthält eine Tasse Schwarztee etwa 40-70 mg Koffein.
2. Oolong-Tee: Oolong-Tee liegt mit einem Koffeingehalt von durchschnittlich 30-50 mg pro Tasse zwischen Schwarz- und Grüntee.
3. Grüntee: Im Vergleich zu Schwarztee enthält Grüntee etwas weniger Koffein, typischerweise etwa 20-45 mg pro Tasse.
4. Weißer Tee: Unter den traditionellen Teesorten hat weißer Tee in der Regel den niedrigsten Koffeingehalt mit etwa 15-30 mg pro Tasse, abhängig von der Zubereitung.
5. Kräutertee (Tisane): Die meisten Kräutertees sind koffeinfrei, es sei denn, sie enthalten Zusätze wie Yerba Mate oder Guayusa, die natürlicherweise Koffein enthalten.

 

Die Teekunst für Einsteiger & Kenner:

Vom Blatt zur
perfekten Tasse

 

Hinter jeder außergewöhnlichen Tasse Tee steht eine faszinierende Wissenschaft – und eine wahre Kunst. In unserem ausführlichen Beitrag entschlüsseln wir die Geheimnisse, die ambitionierte Teeliebhaber kennen sollten: Wie beeinflusst die Wassertemperatur den Geschmack? Welche Rolle spielt die Blattgröße? Und wie lassen sich kleine Unvollkommenheiten geschickt kompensieren?

Wir laden Sie ein zu einer sinnlichen Reise durch die Welt des Tees, bei der Sie lernen, wie Sie jede Variable des Aufgusses meistern können. Nicht nur zum Genießen, sondern zum bewussten Gestalten Ihres persönlichen Teeerlebnisses. Entdecken Sie, wie aus einem alltäglichen Getränk ein außergewöhnliches Ritual werden kann.

Die Welt der Kräuter- und Früchtetees

 
 
 
Heilende Traditionen aus aller Welt

Kräutertees

KräuterteesTee für Stressabbau und Entspannung, obwohl botanisch gesehen keine „echten“ Tees, haben eine ebenso reiche und vielfältige Geschichte. Bereits in der Antike wurden Aufgüsse aus Heilpflanzen zu medizinischen Zwecken verwendet. Die ägyptische, griechische und römische Medizin nutzten Kräutertees als Heilmittel, und diese Tradition setzte sich im Mittelalter in den Klostergärten Europas fort.

Kamillentee mit seinem zarten, gelben Aufguss wurde schon im alten Ägypten als Heilmittel geschätzt und zur Ehre der Sonnengötter getrunken. Heute ist er weltweit für seine beruhigenden Eigenschaften bekannt.

Pfefferminztee, dessen Ursprünge bis ins alte Griechenland zurückreichen, wurde von Hippokrates wegen seiner belebenden und verdauungsfördernden Wirkung empfohlen. Sein klarer, grünlicher Aufguss und der erfrischende Geschmack machen ihn besonders in heißen Sommermonaten beliebt.

Hibiskustee mit seiner leuchtend roten Farbe ist in Nordafrika und dem Nahen Osten als „Karkadeh“ bekannt und wird traditionell als kühlendes Getränk genossen. In Ägypten gilt er als Nationalgetränk, während er in Mexiko als „Jamaica“ bekannt ist und zu Festlichkeiten gereicht wird.

 
 
Farbenfrohe Kreationen der modernen Zeit:

Früchtetees

Früchtetees, wie wir sie heute kennen, sind vergleichsweise junge Erscheinungen in der Teewelt. Obwohl getrocknete Früchte schon lange in traditionellen Teemischungen verwendet wurden, entwickelten sich reine Früchtetees als eigenständige Kategorie erst im 20. Jahrhundert.

Die leuchtenden Farben dieser Tees, von sonnigem Orange über zartes Rosa bis hin zu tiefem Rubinrot, spiegeln die natürlichen Pigmente der verwendeten Früchte wider. Hagebutten, Äpfel, Beeren und Zitrusfrüchte bilden oft die Basis dieser aromatischen Mischungen.

In Deutschland haben Früchtetees besonders seit den 1970er Jahren an Popularität gewonnen, als das steigende Gesundheitsbewusstsein nach koffeinfreien Alternativen verlangte. Die deutsche Teekultur hat eine besondere Vorliebe für Früchtetees entwickelt, was sich in der großen Vielfalt von Mischungen auf dem Markt widerspiegelt.

Tee im globalen Kontext

Die Vielfalt der Teesorten ist nicht nur ein Zeugnis menschlicher Kreativität und Handwerkskunst, sondern auch ein Spiegelbild kultureller Austauschprozesse über Jahrhunderte hinweg. Was in China als medizinisches Getränk begann, hat sich zu einem globalen Phänomen entwickelt, das in jedem Land seine eigene Ausprägung gefunden hat.

Von der penibel choreografierten japanischen Teezeremonie über den geselligen britischen Afternoon Tea bis hin zum stark gesüßten marokkanischen Minztee oder dem gewürzten indischen Masala Chai – jede Kultur hat Tee auf ihre Weise interpretiert und in ihr tägliches Leben integriert.

In der heutigen Zeit erleben wir eine Renaissance des Tees, mit wachsendem Interesse an traditionellen Zubereitungsmethoden, seltenen Sorten und nachhaltigen Anbaumethoden. Teespezialitätengeschäfte, Teezeremonien und Teesommelier-Ausbildungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit und zeugen von einer neuen Wertschätzung für dieses jahrtausendealte Getränk.

Die vielen Fragen des Tees in Ihrer Tasse

Die Welt des Tees ist ein Kaleidoskop aus Farben, Aromen und Traditionen. Von den klassischen Sorten der Camellia sinensis bis hin zu den vielfältigen Kräuter- und Früchtetees bietet sie für jeden Geschmack und jede Gelegenheit das passende Getränk.

Jede Tasse Tee erzählt eine Geschichte von kulturellem Erbe, handwerklichem Können und der tiefen Verbindung zwischen Mensch und Natur. In einer zunehmend hektischen Welt lädt uns der Tee ein, innezuhalten, bewusst zu genießen und die subtilen Schönheiten zu würdigen, die in diesem zeitlosen Getränk verborgen sind.

Ob als morgendliches Ritual, als gesellschaftliches Ereignis oder als Moment der Ruhe und Besinnung – Tee verbindet Menschen über alle kulturellen und geografischen Grenzen hinweg und bleibt ein faszinierendes Zeugnis menschlicher Kultur und Kreativität.

TEE für jeden Geschmack

Ganz egal wie Sie Ihren Tee trinken: Die Teewelt Friedrichstadt bietet Ihnen die richtige Mischung für das beste Geschmackserlebnis. Neben unserem großen Angebot an Tees aus aller Welt, bietet unser Shop eine Vielzahl von weiteren Köstlichkeiten mit und ohne Teeblätter.

Neue Welten entdecken mit der Teewelt Friedrichstadt

Aber wie bei uns üblich, kann man hier nicht nur kaufen, sondern auch viel erfahren: Etwa, wie Sie den richtigen Tee für sich finden können, was es über die Kunst der Fermentation zu berichten gibt. Und wir verraten Ihnen jede Menge Rezepte, Tricks und Kniffe für die optimale Zubereitung Ihres (neuen) Lieblingstees.

 

Sidney’s Teewelt

Natürlich haben wir von der Teewelt Friedrichstadt auch einen eigenen Blog, denn Sie werden es ahnen, wir haben etwas zu sagen. Zum Leben mit und ohne Tee, zu Tee generell und über die Kunst des Genießens. Eigentlich über alles Wesentliche also!

Tee und Koffein: Ein aufgewecktes Verhältnis

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Teetrinker wissen die belebende Wirkung von Tee zu schätzen. Das liegt nicht zuletzt am Teein, welches in den „echten“ Tees enthalten sind. Teein ist ein anderer Name für Koffein und macht genau das, was es im Kaffee auch tut. Wer damit seine Probleme hat, findet hier die Lösung dazu.

Türkischer Apfeltee

Türkischer Apfeltee

Manchen Erinnerungen jagt man ein ganzes Leben lang nach, in der Hoffnung die gemachte Erfahrung wiederholen zu können. Leider gelingt uns das eher selten. Im Fall des türkischen Apfeltees hat bei mir die Ausnahme die Regel bestätigt. Zum meinem großen Glück!

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